Abschied von Gitta Heckers zum 31.08.2020

heckers (c) StMarien
heckers
Fr 3. Jul 2020
André Meier

Der Abschied war ein echtes Geheimnis mit Überraschungseffekt und: voll gelungen! Wie Ilona Meisen und die ganze Mannschaft es geschafft haben, die Vorbereitungen auf die Verabschiedung zu organisieren, ohne dass „Gitta das Geringste ahnte“, das war schon eine tolle Leistung! Und als sie gerufen wurde, weil „das Gesundheitsamts in einer dringenden Angelegenheit“ auf sie warten würde, fiel sie echt fast aus allen Wolken, als sie dann das Spalier der Kinder und der Gäste sah, die zu ihrem Abschied gekommen waren, um „ihrer Gitta“ Dank und Lebewohl zu sagen.

Über 40 Jahre hat Gitta Heckers den Birgelener Kindergarten geleitet und es gibt wohl nur wenige Birgelener, die sie nicht kennen die nicht irgendwie schon einmal mit ihr zu tun gehabt haben. Sei es im Kindergarten als Leiterin, die auch schon die Kinder „ihrer“ Kinder wieder aufgenommen hat, als Zuschauer bei einer Theateraufführung, bei der sie mitwirkt, in der Gemeinde, wo sie sich einsetzt, in der neugegründeten Pfarrei, wo sie als GdG-Rats-Vorsitzende mitwirkt am pastoralen Gesamtkonzept.

Sie hat den Kindergarten durch viele Höhen und Tiefen geführt; hatte immer ein offenes Ohr für die Probleme der Kinder und der Eltern; aber auch die Mitarbeiterinnen kamen oft mit persönlichen Anliegen zu ihr und erfuhren Trost und Hilfe. Ihr geflügeltes Wort „sich auf den Stuhl des anderen setzen“ bringt ihre einfühlsame und reflektierte Art des Eingehens auf andere am besten auf den Punkt.

Sie hat die Einrichtung optimal ins Birgelener Vereins- und Bürgerleben vernetzt und viele Eltern für die Mitarbeit in den verschiedenen Bereichen gewinnen können.

Unter ihrer Regie ist der Kindergaren als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert und als „Bewegungskindergarten“ offiziell anerkannt worden.

Dass die christliche Erziehung ihr ein Herzensanliegen ist, braucht hier nicht erwähnt zu werden. Ob in den Adventstagen bis Weihnachten die Krippenlandschaft langsam dem Fest entgegenwuchs, der Kinderkreuzweg gestaltet oder St. Martin oder Nikolaus begrüßt wurden, ihr schauspielerisches Talent ließ Jesus, Maria, die Apostel oder andere Personen der Heilsgeschichte für die Kinder lebendig und vorstellbar werden.

Auch das tägliche Tischgebet und die christliche Alltags-Praxis hat sie eingeübt und in den Herzen eingewurzelt.

„Wenn Gitta geht, geht Gott dann auch?“, diese Frage eines Kindes können wir getrost mit „Nein“ beantworten, aber sie drückt gut das Gefühl der Unsicherheit aus, dass jetzt in diesen Tagen wohl bei allen Beteiligten präsent ist. Aber: mit …

…Ilona Meisen als Nachfolgerin

bleibt der Kindergarten „auf Kurs“. Sie ist schon ist seit 2006 in der Einrichtung, hat „bei Gitta gelernt“ und in den Jahren durch ihren Einsatz und ihre Gradlinigkeit das Vertrauen und die Wertschätzung ganz vieler gewonnen. Die Kinder spüren, dass Ilona mit ganzem Herzen dabei ist und der erzieherische Auftrag ihr in Fleisch und Blut übergegangen ist. Die Kinder haben deshalb zu ihr volles Vertrauen und die Elternschaft schätzt ihren Einsatz und ihren Realitäts-Sinn, mit dem sie den Kindergarten stets auf der Höhe der Zeit hält. Besonders im technischen und computermäßigen Bereich liegen ihre Stärken und Fähigkeiten.

In der Phase der Bewerbungsgespräche hat Ilona Meisen den Kirchenvorstand durch ihren Überblick, ihre selbstkritische und professionelle Art beeindruckt und ist jetzt mit der Leitung beauftragt worden.

Ihr kommen jetzt natürlich die Jahre des gemeinsamen Wirkens mit Gitta Hecker zugute und man kann wohl dankbarerweise von einer optimalen Phase der Einarbeitung in die neue Aufgabe ausgehen. Sie weiß, dass das Team sie unterstützt und voll zu ihr steht. Dies zeigte sich schon in den vergangenen Wochen bei den Herausforderungen der Corona-Krise, die sie und das Team für Kinder, Eltern und den Ort Birgelen glänzend gemeistert haben. Gemeinsam werden sie jetzt für Kontinuität in der Einrichtung sorgen und so blicken wir jetzt alle zuversichtlich der Zukunft entgegen.

Wir wünschen ihr und dem ganzen Team alles, alles Gute, weiterhin eine glückliche Hand im Umgang mit den Eltern und Kindern, dem Träger, dem Jugendamt und den Behörden, mit denen sie zu tun haben. Und zu allem: Gottes Segen!