Der Synodale Weg

Papst Franziskus fordert uns auf, eine synodale Kirche zu werden

Synodaler weg
Synodaler weg
Freitag, 17. Januar 2020 - Dienstag, 31. März 2020
Papst Franziskus fordert uns auf, eine synodale Kirche zu werden – sich aufzumachen – dazu dient der Synodale Weg. Die Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz und die Vertreter der aktiven Laien im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, wollen diesen mit vielen Katholiken, Ordensleuten, Priestern und jungen Menschen in den nächsten Jahren gehen.
 
Die Prä­si­den­ten des Syn­oda­len Weges Kar­di­nal Rein­hard Marx (Vor­sit­zen­der der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz) und Prof. Dr. Tho­mas Stern­berg (Prä­si­dent des Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Katho­li­ken) laden in einem Schrei­ben ein, den Syn­oda­len Weg mit­zu­ge­stal­ten. Fin­den Sie hier Aus­zü­ge aus dem Schrei­ben:
 
Lie­be Schwes­tern und Brüder, 
 
die Freu­de des Evan­ge­li­ums in Wort und Tat zu ver­mit­teln, Chris­tus zu bezeu­gen und Gott zu loben und zu dan­ken, ist Auf­ga­be des Vol­kes Got­tes. Sie ist allen Getauf­ten über­tra­gen:
Gemein­sam sind wir Kir­che.
Papst Fran­zis­kus for­dert uns auf, eine syn­oda­le Kir­che zu wer­den — unse­ren Weg gemein­sam zu gehen. Dazu dient der Syn­oda­le Weg der Kir­che in Deutsch­land, den wir als Bischö­fe der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz und als Ver­tre­ter der akti­ven Lai­en im Zen­tral­ko­mi­tee der deut­schen Katho­li­ken mit vie­len Katho­li­ken, mit Ordens­leu­ten, Pries­tern und ins­be­son­de­re jun­gen Men­schen in den kom­men­den zwei Jah­ren gehen wol­len.
Er soll auch ein Weg der Umkehr und der Erneue­rung sein, der dazu dient, einen Auf­bruch im Lich­te des Evan­ge­li­ums zu wagen und dabei über die Bedeu­tung von Glau­be und Kir­che in unse­rer Zeit zu spre­chen und Ant­wor­ten auf drän­gen­de Fra­gen der Kir­che zu fin­den. Denn selbst­kri­tisch müs­sen wir fest­stel­len: Die Bot­schaft des Evan­ge­li­ums wur­de ver­dun­kelt, ja sogar aufs Schreck­lichs­te beschä­digt. Wir den­ken dabei beson­ders an den sexu­el­len Miss­brauch an Kin­dern und Jugend­li­chen. Wir müs­sen Kon­se­quen­zen dar­aus zie­hen und dafür sor­gen, dass die Kir­che ein siche­rer Ort ist.
 
Er soll auch ein Weg der Umkehr und der Erneue­rung sein, der dazu dient, einen Auf­bruch im Lich­te des Evan­ge­li­ums zu wagen und dabei über die Bedeu­tung von Glau­be und Kir­che in unse­rer Zeit zu spre­chen und Ant­wor­ten auf drän­gen­de Fra­gen der Kir­che zu finden.”
 
Über den Synodalen Weg (aus dem Schreiben der Präsidenten des Synodalen Weges)
Gemein­sam wol­len wir den Weg suchen, wie wir als Kir­che heu­te den Men­schen, der Welt und Gott die­nen kön­nen, wie wir ​die Freu­de und Hoff­nung, Trau­er und Angst der Men­schen von heu­te, beson­ders der Armen und Bedräng­ten aller Art“ tei­len kön­nen, wie es das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil vor über 50 Jah­ren aus­ge­drückt hat (Gau­di­um et spes  1). 
 
Den Glau­ben neu ver­kün­den zu wol­len, ver­langt von uns, dass wir das Gespräch beson­ders über The­men füh­ren, die der Ver­kün­di­gung im Wege ste­hen, wenn sie nicht geklärt werden.
 
Tex­te: Aus­zü­ge aus dem Brief der Prä­si­den­ten des Syn­oda­len Weges zum ers­ten Advent